Satz

gedrehte Windungen…

Delirium der halben Worte,
und nichts ist, wie es jemals war,
gedrehte Windungen, Gedanken,
die Logik nie Empfindung sah.

Der Fingerzeig an einem Morgen,
der Abend, der in sich zerfällt,
das Sonnenbad im Regenschauer,
die Wolke, die Dich trocken hält.

Die Hitze lähmt fast die Gedanken,
so manches Wort wie Schweiß nun tropft,
das Buch mutiert zu einem Fächer,
der Satz an den Gefühlen klopft…


©  Maccabros 12.08.2022

die Dunkelheit…

Die Dunkelheit senkt sich hernieder,

wo alles nur zu Boden fällt,

die Wörter stürzen von den Ästen,

kein Satz der sich an Zweigen hält.

 

Das was noch bleibt, erreicht die Erde,

die Krume alles sicher fängt,

die Scholle schützt, bedeckt die Worte,

an denen soviel weiter hängt…

 

© Maccabros  20.11.2017

brechende Herzkruste…

Der Abend kommt und zeigt mir Worte,
die selbst mein Mund noch niemals sprach,
Veränderungen in der Seele,
die Kruste um das Herz, sie brach.

Ich zeichne mich in tausend Worten,
ich bilde Welten aus dem Satz,
und doch bei Dir kann ich nur schweigen,
die Schönheit, Anmut, welch ein Schatz.

Und kann ich Dir jemals genügen,
so vieles, vollgepackt, ein Jahr,
die Raben hoch am Himmel fliegen,
die wilde Jagd der ganzen Schar.

Die Glocke läutet vor der Stunde,
die Nacht ist jung, der Traum er spricht,
Lebendiges wird neu entstehen,
dort wo das Alte nur zerbricht…

© Maccabros 25.01.2017

keinen Hehl…

Ein jedes Wort ist eine Wahrheit,

ein jeder Satz ist wie ein Pfahl,

die Wörter zeigen meine Fehler,

ich bin und bleibe eine  Qual.

 

Ich bin nichts wert, einfach verwerflich,

ich bin der Fehler den Du machst,

das Gift, die Droge die Dich bindet,

die Schwärze, die Du nicht verlachst.

 

Ich bin nicht Schuld, ich bin es selber,

was ich auch wollte, es schlug fehl,

wie immer ich es auch benenne,

der Spiegel, er macht keinen Hehl…

 

 

 

© Maccabros 29.07.2016

 

die Worte…

Die Worte schienen stets so sicher,

ein jedes in mir aufgereiht,

sortiert, gepflegt, gezählt, vorhanden,

geborgen in der Heiterkeit.

 

Die Worte haben sich verändert,

sie stehen nicht mehr an dem Platz,

geändert, Chaos, durcheinander,

sie bilden selten einen Satz.

 

Die Worte waren so beständig,

die Flut, sie hat sie fortgespült,

die Reste trocknen an den Stränden,

die Sonne hat sie abgekühlt…

 

 

©  Maccabros 19.07.2016